Nachstellung Schlacht in Spicheren 2010

Nachstellung der hist. Schlacht in Spicheren
Neben der Verbundenheit zu der Stadt Saarlouis und zu der Luftlandebrigade 26, die in der Saarlouiser Graf Werder Kaserne einquartiert ist, haben die 30er noch eine große Leidenschaft.
Vom 06.08.-08.08.2010 werden wir bereits zum dritten Mal an der Nachstellung der Schlacht um
die Spicherer Höhen teilnehmen.
Es handelt sich hierbei um eine französische Veranstaltung, die von dem Verein 67ème Regiment Imperial de Ligne, dessen Vorsitzender Thomas Kirsch aus dem französischen Ort Spicheren ist, durchgeführt wird.
Neben uns werden auch andere Darstellungsgruppen unsere französischen Freunde bei der Durchführung der Gedenk- u. Reenactmentveranstaltung unterstützen.
Alle Darstellungs- und Reenactmentgruppen, die sich mit „unsere Zeit „ beschäftigen, können sich noch unter schreibstube@ir30.de anmelden. Die ersten 150 Darsteller werden durch Sponsoren (historisches Restaurant Woll, Fleischwaren Schwamm) kostenlos verpflegt


Zur Geschichte
Jedes saarländische Kind kennt bereits die Erzählungen über „Schultzen Kathrin“ (Katharina Weißgerber), den Lulustein (von dort aus wurde am 02.August 1870 Saarbrücken beschossen und der Sohn „Louis“ von Napoleon III erhielt dort seine Feuertaufe, anschließend rückte ein ganzes französisches Armeekorps gegen Saarbrücken und die Linie der Saar vor) und den tapferen Soldaten beider Nationen, die vor fast 140 Jahren um den „Rothen Berg“ fochten.
Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, an diese Menschen und Ereignisse zu gedenken und an dem Ort des Geschehens, Besucher aus der Grenzregion zu vereinen, die heute in Friede und Freundschaft miteinander leben.

Zurück zum Schlachtgetümmel
Rufe: „Hoch lebe der König von Preußen“, „Vive le Napoleon“, bunte Uniformen, Trompetensignale, Kanonendonner und Pulverdampf ...und…anschließend Kaffee und Kuchen, oder ein Gläschen Rosé mit einer Tarte flamme auf der Terrasse des historischen Gasthauses Woll.
Interessierte Zuschauer im Gespräch mit einem franz. Troupier und einem preußischen Husaren: „Was ist mit dem Chassepot- und dem Dreysegewehr? Was ist der Unterschied zwischen einem Musketier und einem Füsselier? Wer waren die Generale v. Francois und Frossard? Ach ja, und was ist ein eigentlich ein Sappeur?“
Alle bekommen ihre Antwort und wir haben unser Ziel erreicht, man redet über die Menschen, die vor 140 Jahren ihr Leben für die großen Ziele Ihrer Nationen gaben.
Und wenn dann eine ältere Dame den Darstellern zuruft: „Bravo, Ihr seit eine Bereicherung für die Region“, liegt es für uns auf der Hand, Reenactor beider Nationen werden auch in Zukunft dem Ruf der vaterländischen Fahne folgen und sie sind sich einig: „Nie wieder Krieg!“
Am 6. August 1870 wurde auch die Schlacht in Wörth (F) geschlagen, insgesamt hatten beiden Nationen an diesem einzigen Tag ca. 30.000 Tote und Verwundete zu beklagen.

Man hat nachträglich behauptet, die Schlacht von Spicheren sei am unrechten Ort geschlagen und habe höhere Pläne durchkreuzt. Allerdings war sie nie vorgesehen.
Im Allgemeinen aber wird es wenig Fälle geben, wo der taktische Sieg nicht in den strategischen Plan passt. Der Waffenerfolg wird immer dankbar akzeptiert und ausgenutzt werden. Durch die Schlacht von Spicheren war das II. französische Korps verhindert, ungeschädigt abzuziehen, es war Fühlung mit der feindlichen Hauptmacht gewonnen und der oberen Heeresleitung die Grundlage für weitere Entschließung gegeben.
(Quelle: Gesammelte Schriften v. Generalfeldmarschall v. Moltke)

Link: Historische Darstellungsgruppe IR 30 "Graf Werder"
