Kaiser Friedrich III Mausoleum

Kaiser Friedrich III Mausoleum

An der Nordseite der Friedenskirche in Potsdam wurde 1888/90 das Kaiser-Friedrich-Mausoleum hinzugefügt. Die Pläne erstellte Julius Carl Raschdorff, nach dessen Entwürfen 1893–1905 auch der Berliner Dom im Stil einer barock beeinflussten italienischen Hochrenaissance entstand. Als Vorbild für das Mausoleum diente die Heilig-Grab-Kapelle in Innichen/Südtirol aus dem 17. Jahrhundert. Deren Bau wiederum ist der Kapelle auf dem Jerusalemer Kalvarienberg nachempfunden.
Das Mausoleum ist ein Kuppelbau mit ovalem Grundriss und angefügtem rechteckigem Altarraum. Im Innern wird eine umlaufende Galerie und die Dachkuppel durch zwei übereinander liegende, im Rund laufende schwarze Säulen getragen. Ein goldglänzendes Mosaik im Innern der Dachwölbung stellt im Wechsel Engel und Palmen dar.
In der Mitte der Rotunde stehen die Marmorsarkophage des Kaisers Friedrich III. und seiner Gemahlin Victoria, geb. Prinzessin des Vereinigten Königreich von Großbritannien und Irland. Die Liegeskulpturen schuf Reinhold Begas. Der selbe Künstler fertigte auch die an den Seitenwänden des Altarraums stehenden Sarkophage der früh verstorbenen Söhne des Kaiserpaars, Prinz Sigismund (1864–1866) und Prinz Waldemar (1868–1879), die 1892 aus der Friedenskirche in das Mausoleum überführt wurden.


Die Marmor-Sarkophage des Kaiserpaares im Kaiser-Friedrich-Mausoleum in der Potsdamer Friedenskirche.




Sarkophag Kaiser Friedrich III. um 1900. Der Sarkophag der Kaiserin, die 1901 starb, befindet sich noch nicht im Mausoleum.


Aussenansicht der Friedenskirche in Potsdam.






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