Kloster Medingen

Kloster Medingen
Das Medinger Damenstift gehört zu den sechs »Lüneburger Klöstern«, die sich seit dem Mittelalter in der Heide erhalten haben. 1228 wurde der Konvent als Filiale des Zisterzienserinnenklosters Wolmirstedt (nördlich von Magdeburg) gegründet, siedelte sich aber erst 1336 dauerhaft in Medingen an. In seiner Blütezeit zu Anfang des 16. Jh.s beherbergte das Kloster über 100 Nonnen. Im Zuge der Reformation trat der Medinger Konvent nach längerem Widerstand zum protestantischen Bekenntnis über, und 1559 wurde das Kloster in ein Damenstift ungewandelt. Bis heute stehen Äbtissinnen dem Konvent vor und leiten die Geschicke des Klosters. In unseren Tagen bietet Kloster Medingen eine Lebensform für Damen im Rentenalter, die in christlicher Gemeinschaft leben und bei Führungen den Besuchern die Kunstschätze des Hauses präsentieren.
Das Charakteristikum der Medinger Anlage ist die Vereinigung von Kirche und Wohngebäuden zu einer baulichen Einheit. Im Zentrum steht die überkuppelte Kirche. Die beiden Wohnflügel schließen sich seitlich an und bilden mit den Quergebäuden einen Baukomplex in breiter H-Form. Sehenswert sind im Einzelnen ein Krummstab (1496), eine Mauritius-Statue (15. Jh.), ein Gobelin (1547), altes Silber und Porzellan, mittelalterliche Truhen und Schränke sowie das Brauhaus von 1396.

Äbtissin Monika von Kleist mit den Majestäten vor dem alten Brauhaus im Kloster Medingen.

Die kaiserliche Familie

Kaiser Wilhelm I., Georg V. von Hannover und Kronprinz Friedrich Wilhelm im ernsten Gespräch.
